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Der Central-Ausschuss der Inneren Mission

Um 1810 begann die soziale Arbeit der Inneren Mission als Reaktion auf die Pauperisierung. Die Evangelische Kirche deutete die Märzrevolution 1848 als “Gottlosigkeit”. Daher verfolgten die ersten Einrichtungen der Inneren Mission neben sozialen Zielen auch die Re-Christianisierung. 1849 konstituierte sich der Central-Ausschuss der Inneren Mission, Vorgänger des Diakonischen Werkes. Der C.A. diente zahlreichen Vereinen und Einrichtungen als Stabsstelle.

Die praktische diakonische Arbeit leisteten Einrichtungen wie Bethel. Sie und der C.A. nahmen die “Verwaltung des Elends” in ihre Hände. In den Jahren 1933 bis 1945 verurteilte die Mehrzahl in Innerer Mission und Protestantismus die Rassenideologie der NSDAP, deren Kulturpolitik und politische Praxis; andererseits begrüßten sie deren “Dienst am Volk”, den Willen zur sozialen Neugestaltung und zu einm nationalsozialistischen Christentum. Die Janusköpfigkeit des C.A. trug vermutlich mit dazu bei, dass Zehntausende von PatientInnen in Einrichtungen der Inneren Mission im Verlauf der “Euthanasiemaßnahmen” ermordet und zwangssterilisiert wurden. 1945 wurde das “Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland” ins Leben gerufen. 1957 schlossen sich C.A. und Hilfswerk unter dem Namen “Innere Mission und Hilfswerk der EKD” zusammen. Seitdem ruhen die Organe des C.A. Durch die Gründung des “Diakonischen Werkes der EKD e.V.” im Jahre 1975 wurde das Hilfswerk der EKD formal aufgelöst.