Apologetik
Apologetik als geistige Auseinandersetzung des Protestantismus mit weltanschaulichen und religiösen Strömungen begann im 19. Jh. und wurde zum Spezialgebiet der Inneren Mission. Sie wandte sich gegen Materialismus, Sozialismus und Liberalismus, bekämpfte "christentumsfeindliche Einflüsse" und förderte Volksbildungsarbeit. Pöhlmann schildert Entstehung, Entwicklung, Institutionalisierung und Protagonisten der Apologetik. Er beschreibt, wie während des Ersten Weltkriegs ("nationale Geschlossenheit"), der Weimarer Republik ("Volks-mission") und des Nationalsozialismus neue Aufgaben und Haltungen der "Apologetischen Centrale" entstanden. Fast 20 Jahre nach Schließung der Apologetischen Centrale (1937) wurde das Thema "Kirche und Welt" neu aufgegriffen und Apologetik neu definiert: Im Mittelpunkt sollte nun die "positive Rechenschaftsablage christlichen Glaubens vor der Welt" stehen.
Heute versteht sich die "Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen" (EZW) als wissenschaftliche Studien-, Dokumentations-, Auskunfts- und Beratungsstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für religiöse und weltanschauliche Strömungen der Gegenwart.
