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Evangelische Kindergartenarbeit

Der 16. Juni 1779 gilt als „Geburtstag“ des evangelischen Kindergartens. Bookhagen stellt aber auch frühere Bemühungen um "Bewahrung und Rettung, Erziehung und Bildung" der Kinder vor. Er beschreibt den Weg des evangelischen Kindergartens durch die Zeiten des Pietismus, der Aufklärung, der Industrialisierung, nennt Pädagogen, Methoden und Ziele - die sich mit den Zeiten änderten. So schildert Bookhagen die Konflikte zwischen der Kindergartenbewegung und Preußen, der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und schließlich der DDR. In all diesen Staatsformen musste die evangelische Kirche Wege zum Überleben suchen – sei es durch Anpassung, wo nötig, oder durch Widerstand und Institutionalisierung, wo möglich.

Seit 1949 standen für die evangelische Kirche in der Bundesrepublik erneut soziale Fragen im Vordergrund. Ende der 1960er Jahre musste sie sich dann den Herausforderungen der „antiautoritären Erziehung“ und der „Kinderläden“ stellen. Heute gilt: Evangelische Kindergärten sind "Orte elementarer Begegnung mit dem christlichen Glauben und damit ein Beitrag zur Vermittlung von Werten und Orientierungen".