Gemeindediakonie
Viele diakonische Einrichtungen sind aus Gemeinden heraus entstanden, so etwa die "Bodelschwinghschen Anstalten Bethel". Andere gemeindenahe Aktivitäten sind Familien-, Schuldner-, Flüchtlings- und Suchtberatung sowie die ambulante Pflege; weltweit ist z.B. "Brot für die Welt" tätig. In der geschichtlichen Darstellung der Arbeitsfelder finden sich die gemeindenahe Arbeit Luthers, Hilfen zur Zeit des 30-jährigen Krieges, neu einsetzende Bemühungen zur Zeit des Pietismus und der "starke diakonische Aufbruch" im 19. Jh., bei dem "Gemeinden als Orte sozialer Verantwortung neu entdeckt" wurden.
Eines der wichtigsten Arbeitsfelder wurde die Gemeindekrankenpflege durch Diakonissen. Massive Einbrüche erfuhren diakonische Tätigkeiten durch die zwei Weltkriege und die nationalsozialistische Gleichschaltungspolitik. 1945 war es jedoch die verfasste Kirche, die über notwendige Hilfs-Strukturen verfügte; so wurde die Diakonie in der Bundesrepublik zu einem der großen Wohlfahrtsverbände – anders in der DDR, wo die Kirche unter staatlichen Sanktionen litt. Heute gibt es – trotz finanzieller und personeller Engpässe - eine Vielzahl diakonischer Aktivitäten, darunter Wärmestuben für Obdachlose, Kleiderkammern für Bedürftige, Angebote für sozial benachteiligte Jugendliche.
