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Beratungsstellen

"Helfen und begleiten, pflegen und heilen, beraten und trösten" – so beschrieb die Diakonie ihre Arbeitsweise im Jahr 1998. Hauptbereiche der Beratung sind offene Sozialarbeit sowie Ehe-, Familien- und Lebensberatung; diese wurde erst in den 1950er, 1960er Jahren wirklich aufgebaut.
Damals öffneten sich Diakonie, Kirche und Theologie langsam auch psychologischen Beratungsverfahren; fortschrittliche Leitbilder von Mündigkeit und Partnerschaft wurden zum Gegenpol zu einer bis dahin restaurativen Familienideologie. 1974 entstanden die ersten Diakonie-Beratungsstellen für Schwangerschaftskonflikte, wobei einerseits "Beratung die Fortsetzung einer Schwangerschaft erleichtern soll", andererseits auch der Schutz der Mutter zu gewährleisten ist.
Allgemein stößt "Beratung dort an Grenzen, wo Lebenssituationen hervorgebracht werden, deren Veränderung sich der Reichweite des individuellen Handelns entzieht“ – etwa bei Massenarbeitslosigkeit. Der Beratungsbedarf wird in Zukunft steigen, meinen Experten. Dennoch wurden als Folge der kirchlichen Finanzkrise die ersten Beratungsstellen bereits geschlossen.