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Altenhilfe

Mitte des 19. Jahrhunderts mussten die meisten alten Menschen so lange wie möglich arbeiten, um zu überleben. Alten armen Menschen standen entweder ihre Familie oder Armen- und Siechenhäuser zur Verfügung, die oft von evangelischen Kirchengemeinden getragen wurden.

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Altenheime ("Asyle") in diakonischer Trägerschaft. Die Innere Mission rief damals die "Altershilfe des deutschen Volkes" ins Leben, die Geld sammelte und "die Ehrfurcht vor dem Alter" neu beleben sollte.

Altenhilfe hatte sich als wichtiges diakonisches Arbeitsfeld etabliert, das auch in der NS-Zeit vergleichsweise wenig betroffen war, denn alte Menschen spielten für den "Aufbau des neuen Staates" keine besondere Rolle. Um die Not der ersten Nachkriegsjahre für alte Menschen zu lindern, richtete das Hilfswerk der EKD Notunterkünfte ein.

Ende der 50er Jahre wurden dreistufige Altenheime errichtet: mit Altenwohnungen, Altenheimplätzen und Pflegeabteilung. Seit den 60er Jahren werden immer mehr alte Menschen pflegebedürftig, Alterung wird also in naher Zukunft eine große Herausforderung für die Gesellschaft darstellen. Geistig und körperlich stark eingeschränkten alten Menschen in ihren letzten Jahren ein Leben in Würde und Zufriedenheit zu ermöglichen, gehört zu den großen Herausforderungen zukünftiger Altenarbeit.