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Wichern III: zur aktuellen Diskussion

1998 sprach sich Theodor Strohm für eine verstärkte Öffnung des diakonischen Wirkens in die Gesellschaft aus und prägte die Programmformel "Wichern drei". "Wichern drei" meint vor allem die Bezugnahme auf den umgebenden Sozialraum. Wolfgang Huber verbindet mit der Formel "Wichern III" stärker eine Erneuerung des Verhältnisses von Kirche(ngemeinde) und (organisierter) Diakonie. Damit befinden wir uns in den aktuellen Fragen von Kirche, Diakonie und Gesellschaft.

Aktuell verbindet sich die Diskussion um "Wichern drei" mit dem Diskurs über die Gemeinwesendiakonie.  Das im Juli 2007 vom Diakonischen Werk der EKD herausgegebene Positionspapier "Handlungsoption Gemeinwesendiakonie" nimmt dezidiert Bezug auf Theodor Strohms Verständnis von "Wichern drei": "Gemeinwesendiakonie kann in der Verbindung von verbandlichen, gemeindespezifischen und selbsthilfeorientierten Aktivitäten, im Zusammenführen von Modernität und christlichem Profil, von Sozialraumorientierung und Gemeindenähe und in der Kooperation mit anderskonfessionellen und nichtkirchlichen Institutionen das Programm von ,Wichern III' realisieren." (S. 26).

Inzwischen liegt mit dem Buch "Wichern drei - gemeinwesendiakonische Impulse" (hg. von Volker Herrmann/Martin Horstmann) eine Aufsatzsammlung vor, die diese beiden Linien in Beziehung setzt: "Wichern drei" wird dabei verstanden als diakoniewissenschaftliche Programmatik, die Gemeinwesendiakonie als diakoniepolitische Strategie.

Wolfgang Huber: Wichern III - Diakonische Kirche mit Zukunft

Theodor Strohm: "Wichern drei" - auf dem Weg zu einer Kultur des Sozialen (pdf, 98 KB)

Thomas Mäule/Annette Leis: Wichern III (pdf, 1.2001 KB)

Handlungsoption Gemeinwesendiakonie (Diakonie Texte 12/2007) (pdf, 760 KB)

Volker Herrmann/Martin Horstmann (Hg.), Wichern drei (pdf, 108 KB)