Telefonseelsorge
Seit 50 Jahren bietet TelefonSeelsorge Ratsuchenden in Deutschland Hilfe. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts nutzte ein Baptistenpfarrer in New York das gerade erfundene Telefon, um Selbstmordgefährdeten zu helfen. Erst 1953 nahm der Baptistenpfarrer West in London diese Idee wieder auf und veröffentlichte eine Zeitungsnotiz "Before you commit suicide, ring me up!"
1956 gründete der Psychotherapeut Klaus Thomas die "Ärztliche Lebensmüdenberatung" in Berlin. In der Anfangsphase sollte durch das Telefon der erste Kontakt hergestellt und ein Selbstmord verhindert werden; danach sollte der Betroffene eine Beratungsstelle aufsuchen.
Heute ruht die Arbeit der TelefonSeelsorge auf vier Säulen: Niederschwelligkeit, das helfende Gespräch, Ehrenamtlichkeit und institutionelle Verlässlichkeit. Etwa zwei Drittel der ehrenamtlich in der TelefonSeelsorge Tätigen sind Frauen. Motiv für viele ist dabei, dass "der Helfende der Beschenkte ist". 2005 gab es in Deutschland 105 TelefonSeelsorgestellen, die von den beiden großen Kirchen getragen werden.
Seit 1995 wird auch per Mail und Chat beraten: www.telefonseelsorge.de.
