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Zur Theologie der Diakonie

Ausgangspunkt ist Johann Hinrich Wicherns Überzeugung, dass sich "im Leben jedes Einzelnen Heilsgeschichte Bahn brechen will". Wichern versteht Diakonie als "Theologie der Praxis“, ein Beispiel dafür ist die Gründung der Theologischen Schule in Bethel (1905).

Um die Jahrhundertwende erweiterte Emil Sulze diese Aufgabe und sah Gemeinde nun "als Ort wechselseitiger Hilfe und Erziehung in der Perspektive sittlichen Lebens“. Wenig später begründete Karl Barth die "Dialektische Theologie", die "Frömmigkeit und Religion als Steigerung menschlicher Möglichkeiten" ablehnt.

1928 kam Hanns Lilje zu dem Ergebnis, in Barths Theologie werde "weder die Begründung noch der Antrieb des christlichen Handelns“ deutlich. Die Dispute in der Weimarer Zeit machen deutlich, dass "Diakonie ungenügend gerüstet war für die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus". Die Diskussionen um die Theologie der Diakonie gingen auch in der Nachkriegszeit weiter. Gegenpole waren die "Diakonie-Gemeinde" und die Diakonie als selbstständiger Wohlfahrtsverband. Nach einem weiteren theologischen Ansatz habe sich "Diakonie im Leben der Gemeinde und zugleich in den Nöten der Welt zu bewähren".