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Schule und Ausbildung für soziale und pflegerische Berufe

Spezielle Berufe für soziale und pflegerische Tätigkeiten bildeten sich im 19. Jahrhundert heraus. Gründe waren das wachsende Bewusstsein für eine umfassende Volkserziehung und zunehmende soziale Aufgaben in der Industrialisiegesellschaft. Es entstanden vor allem für Frauen gesellschaftlich Betätigungsfelder außerhalb der Familie. Die Ausbildung erfolgte zunächst  in Bildungsstätten katholischer oder evangelischer Organisationen, dann auch in staatlichen Schulen.
Starke Impulse gingen von der evangelischen Diakonie aus, die erste Schulen für Krankenpflege und Kleinkindererziehung ins Leben rief. Um 1833 schuf Wichern Ausbildungs-Konzepte für Erziehungsarbeit. Anstöße für Pflegevorschulen gaben die Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. In der Diakonie Stetten wurde speziell für die Behindertenarbeit der Beruf des Heilerziehungspflegers konzipiert. Da die Ausbildungen in einzelnen Regionen zunächst unterschiedlich waren und teils zu verschiedenen Berufsbezeichnungen führten, ordnete der Staat nach und nach durch gesetzliche Bestimmungen die einzelnen Berufe, deren Ausbildungen, Prüfungen und Berufsbezeichnungen.