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Nichttheologische Mitarbeiterschaft

Seit Ende des 19. Jahrhunderts beschäftigt die Diakonie zunehmend professionelle Fachleute, um im modernen Sozialstaat zu überleben. Sie bildete deshalb auch selbst Fachkräfte aus. Das führte zum Konflikt zwischen theologischem Leitungsanspruch und professioneller Fachkompetenz, etwa von Ärzten.

Um den wachsenden Bedarf an Krankenpflegerinnen zu decken, bildete sich Ende des 19. Jahrhunderts außerhalb der Mutterhausdiakonie die Schwesternschaft des Evangelischen Diakonievereins. Die Verberuflichung jedoch schritt nur langsam voran.  Erst 1938 wurde eine Ausbildungsordnung für das Krankenpflegepersonal erlassen. Ab 1985 baute die Diakonie eigene Fachschulen auf.

1905 wurde die erste evangelische Frauenschule für sozialfürsorgerische Berufe gegründet. Noch nach 1945 bestimmten konfessionelle Wohlfahrtsschulen die Sozialarbeit, weil es kaum staatliche Schulen für Sozialarbeit gab. Das änderten Ausbildungsreformen 1959 und 1971. Die Innere Mission formte auch das sozialpädagogische Berufsfeld mit, etwa im Bereich der Kindergärtnerinnenausbildung.

Zunehmende Bürokratisierung und Ökonomisierung führten auch dazu, dass Leitungsfunktionen der Diakonie mit qualifiziertem Personal von außerhalb besetzt werden mussten.

Seit den 1960er/70er Jahren leidet die Diakonie an Nachwuchsmangel, so dass immer mehr "freie Kräfte" angeworben werden. Jetzt plädieren viele dafür, Ehrenämter aufzuwerten.  Dies birgt allerdings die Gefahr der Deprofessionalisierung.